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Wo wir arbeiten

Wir arbeiteten in verschiedenen Hospitälern des Landes, in verschiedenen Städten und Regionen: Yangon, Mandalay, Sittwe, Myeik, Thandwe, was uns jeweils nur für kurze Zeit von der Regierung durch ein businessvisum erlaubt wird. Unsere Arbeit wird toleriert in privaten Einrichtungen wie den Ambulanzen (dispensaries) im Thandwe–Distrikt, in der Metta-Klinik am Inle Lake und in privaten Waisenhäusern. Respekt hat die Regierung zumindest vor dem Buddhismus, vor Klöstern, die manchmal Waisenhäuser und Schulen betreuen.

"Organisiertes Gefüge medizinischer Defizite."

In den Augen der Regierung sind wir Eindringlinge und Störenfriede im organisierten Gefüge der medizinischen Defizite. Was kümmert den armen, regierungsangestellten burmesischen Doktor, von denen es viel zu wenige gibt, der Bandscheibenvorfall des armen Reisbauern, der Durchfall der Frau des Fischers, das Fieber des Säuglings?!

„To treat poor people free of charge? No!“

Das friedfertige, geduldige, freundliche, neugierige, dankbare buddhistische Volk verhindert, dass wir uns aufregen. Das wir aufgeben kommt nicht in Frage!

Eine typische Arbeitswoche:

„() samstags eine nicht heilbare Säuglingsgelbsucht mit Hirnschaden“

Montags sagst du einer Mutter, dass ihr Baby wegen der Malaria im Gehirn weiter krampfen wird,

dienstags entdeckst du eine Tuberkulose bei einer 23-Jährigen im Hotelservice, die geheilt werden kann,

mittwochs einen Bandscheibenvorfall, der operiert werden muss,

donnerstags passiert ein Motorradunfall,

freitags siehst du Verbrennungen nach einer Behandlung eines „natural healers“,

samstags eine nicht heilbare Säuglingsgelbsucht mit Hirnschaden - und

sonntags beguckst du eine Pagode, bist irgendwo eingeladen und machst Termine.

Du spricht mit dem Dorfältesten, dem Abt des Klosters, den Kollegen und Krankenschwestern, den Leuten vom „Netzwerk“ , wäschst Deine Klamotten, gehst schwimmen oder auf den Inle Lake, guckst, ob die Wasserleitung zum Waisenhaus funktioniert und ob sich die Kinder die Zähne gut putzen.